Ausbildung statt Warteschleife – CDA fordert mehr Chancen für Jugendliche

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) im Ennepe-Ruhr-Kreis blickt mit Sorge auf die aktuelle Lage am Ausbildungsmarkt. Bundesweit stehen über 180.000 unbesetzte Ausbildungsstellen rund 140.000 Jugendlichen ohne Platz gegenüber. Auch im Kreis zeigt sich dieser Widerspruch: Betriebe suchen Nachwuchs, während viele junge Menschen ohne Perspektive bleiben.

„Dass so viele Stellen unbesetzt bleiben und gleichzeitig Jugendliche ohne Ausbildungsperspektive sind, können wir uns weder wirtschaftlich noch gesellschaftlich leisten“, erklärt CDA-Kreisvorsitzender Christian Brandt.

Chancen nutzen und Offenheit zeigen sollte die Devise sein. Die CDA fordert von Betrieben mehr Flexibilität: „Geben Sie Jugendlichen auch dann eine Chance, wenn sie nicht auf den ersten Blick perfekt passen. Motivation und Einsatzbereitschaft sind entscheidend“, so Brandt. Auch Jugendliche selbst sollten offen sein: „Nicht jeder Traumberuf ist sofort erreichbar. Aber hier vor Ort gibt es viele spannende Chancen – von Handwerk über Industrie bis zur Pflege.“

Lobend erwähnt die CDA Ennepe-Ruhr aber insbesondere die Unterstützung durch das Land und den Kreis. Die CDU-geführte Landesregierung stärkt mit „Kein Abschluss ohne Anschluss“ den Übergang von Schule in Ausbildung: Berufsorientierung ab Klasse 8, Praktika und verbindliche Anschlussvereinbarungen geben Jugendlichen eine klare Perspektive. Ergänzt wird dies durch die Fachkräfteoffensive NRW, die Beratung, Praktika und Förderprogramme bündelt.

Im Ennepe-Ruhr-Kreis bringen Ausbildungsbörsen, Speed-Datings und Projekte wie „Ausbildung wie Sand am Meer“ Schulabgänger und Betriebe zusammen. Das Jobcenter unterstützt zusätzlich mit Integrationscoaches U25, Bewerbungstrainings und Einstiegsqualifizierungen.

Besonders wichtig ist der CDA, Jugendlichen mit Hauptschulabschluss Perspektiven zu eröffnen. „Betriebe sollten ihre Anforderungen überdenken und bestehende Fördermöglichkeiten nutzen. Jeder junge Mensch verdient eine Chance“, betont Brandt. Gleichzeitig fordert er eine bessere Ausstattung der Berufsschulen, um die hohe Qualität der dualen Ausbildung zu sichern.

„Das Mismatch am Ausbildungsmarkt ist auch bei uns Realität. Nur wenn Unternehmen, Schulen, Eltern und Politik zusammenarbeiten, geben wir jungen Menschen eine echte Zukunftsperspektive – und sichern die Fachkräfte von morgen“, so Brandt.